Auf der Suche nach Wirklichkeit in der Mensch-Nutztier-Beziehung

Volker Kempf

Auf der Suche nach Wirklichkeit in der Mensch-Nutztier-Beziehung

22,80 € *

inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten

Sofort versandfertig, Lieferzeit ca. 1-3 Werktage

  • 978-3-87336-867-5
  • 236 Seiten, Klappenbroschur, mit vielen Abbildungen
  • Gerhard Hess Verlag, 2026

Vorteile

  • Kostenloser Versand ab einem Bestellwert von 50 €
  • Versand innerhalb von 2-4 Werktagen
  • Zahlreiche Zahlungsmöglichkeiten
Eine Untersuchung zur Hühnerhaltung in der erlebnisorientierten Industriegesellschaft... mehr

Eine Untersuchung zur Hühnerhaltung in der erlebnisorientierten Industriegesellschaft

Mensch-Nutztier-Beziehungen polarisieren bis in die Soziologie hinein. Auf linker Seite wird tierschutzbewegt Kapitalismuskritik geübt und dem Begriff der »Revolution« Sympathie entgegengebracht. Die andere Seite geht von einer reformoffenen Sozialen Marktwirtschaft aus und hält innerhalb dieser eine nüchterne empirische Detailforschung für zielführender. Zur Klärung dessen, was angemessen ist, galt es, die Wirklichkeit in einer erlebnisorientierten Industriegesellschaft exemplarisch in der Hühnerhaltung aufzusuchen. In Tiefeninterviews wird deutlich, dass gewinnorientierte Hühnerhalter in einem Spannungsfeld zwischen Sachorientierung und emotionaler Bindung stehen. Ebenso lassen sich Belastungen aufseiten der Halter durch sachliche Anforderungen feststellen. Das verbreitete Bild eines den Tieren gegenüber gleichgültig-tiervernutzenden Handelns erscheint mit Blick auf Haupt- und Nebenerwerbshalter mit Freilandhaltung und Beständen bis 20.000 Legehennen unzutreffend.

Ökonomisch zweckrational zu handeln, mag zulasten der Hühner gehen können, doch Synergieeffekte aus guter Behandlung und Gewinnorientierung sind offensichtlich. Die Hühnerhaltung besitzt zudem auch nichtkommerziell eine nostalgische und erlebnishafte Bedeutung.

»Die durch die Fülle ihres empirischen Materials beeindruckende Arbeit von Volker Kempf, die zugleich die philosophisch-anthropologische Diskussion des Verhältnisses von Mensch und Tier umfassend aufarbeitet, ist in ihrer Unaufgeregtheit und wissenschaftlichen Nüchternheit hervorragend geeignet, die vielfach stark ideologisierte und polemisch geführte Debatte über Tierhaltung zu versachlichen – im Interesse der Tiere und der Menschen gleichermaßen.« (Aus dem Vorwort von Prof. Dr. Lothar Maier)

Zuletzt angesehen